„Der Adventszauber 2013 in Bad Waldsee“ ist gestrichen. Und wie konnte es dazu kommen?

Hauptkostenträger war bisher der HGV, die Unterstützung durch die Stadt hielt sich in Grenzen. Die Einsicht, dass ein Weihnachtsmarkt nichts mit dem Einzelhandel zu tun hat, aber vielmehr ein Angebot im Interesse der Stadt sein muss, will einfach nicht in die Köpfe der Verantwortlichen in der Kommune und beim HGV.

Der städtische Bauhof hätte in den letzten Jahren schon längst einheitliche Weihnachtshütten anstelle der teuren Beduinenzelte zusammennageln können. Eine einzige als Alibi von der Kommune bezahlte HGV-Kontaktperson ist einfach zu wenig für ein erfolgreiches Stadtmarketing. Es gibt genügend gute Beispiele in den Nachbarstädten, wie man’s richtig macht.

 

 

Die „Verringerung der Trennwirkung der Bleichestrasse“, das ist der Hit im neuen Bad Waldseer Rahmenplan. Und wie konnte es dazu kommen?

Das Ingenieurbüro Brenner ist zum ständigen Lohnempfänger der Stadt geworden, der Gemeinderat folgt dem Fraktionszwang, sogar bei Enthaltungen, und der Kämmerer rechtfertigt die Pro-Staumaßnahmen mit den geplanten 10 Prozent mehr bei der Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel und der Fahrräder und mit der Hilfe der Zufußgänger. Dabei sind z.B. von den 100 versprochenen Pro-Fahrrad-Maßnahmepunkten noch keine 10 abgearbeitet. Bad Waldsee kann auf Grund der topographischen und stadtspezifischen Gegebenheiten nie zu einer fahrradfreundlichen Stadt werden. Wie wollen die oben genannten Herren die Waldseer auf die Schiene, den Bus, auf’s Fahrrad oder zum Zufußgehen bringen? Einige schlecht nachgefragte Busleistungen, wie die der Linie 31, müssen demnächst durch Rufbusse ersetzt werden. Führt das etwa zum Waldseer City-Ruf-Bus, der dann hoffentlich weniger Haltebuchten braucht?